Hauptübung 2019

Hauptübung 2019

Wie jedes Jahr führte die Feuerwehr Region Hindelbank auch 2019 eine Hauptübung durch. Diese Übungen dienen dazu, das gelernte Handwerk anhand einer realitätsbezogenen Übungsannahme anzuwenden. So können das individuelle Wissen durch jeden AdF selbst kontrolliert und Lücken aufgedeckt werden. Zudem dient es dem Kommando, die Einsatzbereitschaft der Organisation als Ganzes zu überprüfen, mögliche Defizite aufzudecken und in die Übungsplanung des nächsten Jahres einfliessen zu lassen.

Dieses Jahr stand die Hauptübung unter dem Thema „Zusammenarbeit innerhalb der BORS (Behörden und Organisationen für Rettung und Sicherheit)“.
Zu diesem Zweck wurde folgende Übungsannahmen getroffen:

  • Brand im Heizungsraum des Chinderhus Hindelbank
  • EG wurde durch Betreuungspersonen evakuiert
  • Im 1. und 2. Stock sind Personen durch Rauch im Treppenhaus eingeschlossen und müssen gerettet werden

In einem solchen Fall wird durch die Regionale Einsatzzentrale (REZ) der Kantonspolizei Bern automatisch ein Alarmdispositiv ausgelöst. In diesem Fall wird die gesamte FW Region Hindelbank sowie eine Autodrehleiter (ADL) alarmiert. Zusätzlich werden die Kantonspolizei und präventiv der Rettungsdienst aufgeboten.
Somit waren folgende Organisationen beteiligt, bei welchen wir uns recht herzlich für Ihre Unterstützung bedanken möchten:

  • Feuerwehr Region Hindelbank
  • Regio Feuerwehr Kirchberg (ADL)
  • Regionalspital Emmental (RSE)
  • Kantonspolizei Bern, Wache Burgdorf
  • Chinderhus Hindelbank

Die Hauptübung wurde dieses Jahr als Novum öffentlich gestaltet. Die Einwohnerinnen und Einwohner des Zuständigkeitsgebietes wurden eingeladen, der Übung beizuwohnen. Die Abläufe wurden dann auch kommentiert und erklärt.
Im Anschluss an die Übung wurde ein durch die Gemeinde Hindelbank offerierter Apéro serviert.

Weil Bilder mehr als 1000 Worte zu sagen vermögen, lassen wir diese sprechen. Besten Dank an alle Fotografen!

Kaminbrand Bernstrasse Hindelbank

Verkehrsunfall Burgdorfstrasse Hindelbank

Verkehrsunfall Burgdorfstrasse Hindelbank

Automatischer Brandalarm JVA Hindelbank

Am Samstag, 30. März um 15.57 Uhr gingen die Alarmgeräte der BMA-Gruppe (BMA = Brandmeldealarm) los. Sie verkündeten einen Automatischen Alarm in der JVA (Jusitzvollzugsanstalt) Hindelbank.

Da Alarme in der JVA selten Gutes verheissen, machten wir uns sofort auf den Weg. Nach dem Eintreffen konnte aber glücklicherweise rasch Entwarnung gegeben werden. Der Alarm wurde durch ein versehentliches Drücken eines Handtasters ausgelöst. Somit konnte die Ausrückmannschaft wieder einrücken und ihren verdienten Samstagnachmittag weiter geniessen.

Weihnachtsbaum – die oft unterschätzte Gefahr!

Weihnachtsbaum – die oft unterschätzte Gefahr!

Die Festtage kommen immer näher. Ich hoffe, Sie können diese im Kreise ihrer Familien geniessen und schöne Stunden verbringen.

Zu einem glücklichen Fest gehört häufig auch eine schön geschmückte Wohnung. Dabei ist ein schöner Tannenbaum mit Kerzen der glanzvolle Mittelpunkt.

Damit einem frohen Fest nichts im Wege steht, erlaube ich mir, Sie auf ein paar Vorsichtsmassnahmen aufmerksam zu machen:

  • Halten Sie genügend Abstand zu brennbaren Materialien, insbesondere Vorhänge und Polstermöbel
  • Unterlegen Sie den Baumstandort mit einer nicht brennbaren Matte. So können allenfalls herunterfallende Kerzen keinen Schaden anrichten.
  • Stellen Sie den Weihnachtsbaum immer in einen Ständer mit genügend Wasser.
  • Spitzen Sie den Baum nicht zu. Achten Sie darauf, dass die Rinde des Baumes immer im Wasser steht. Die Wasseraufnahme erfolgt über die Rinde.
  • Geben sie dem Baum reichlich Wasser und befeuchten Sie ihn zwischendurch mit einem Zerstäuber. So trocknet der Baum weniger schnell aus und er setzt die feinen Duftstoffe frei.
  • Stellen Sie neben den Baum ein Eimer mit Wasser und einer Kehrichtschaufel oder einer Toiletten-bürste. Damit können entstehende Brände sehr effektiv gelöscht werden.
  • Für Adventskränze mit Tannenchries gilt Sinngemäss dasselbe.
  • Bei guter Pflege kann ein Tannenbaum auch im neuen Jahr noch Freude machen. Zünden sie dann aber unter keinen Umständen mehr die Kerzen an! Das bei der Austrocknung entstehende Gas macht den Baum hochentzündlich!

Zum Schluss noch ein kurzer Film. Dieser zeigt eindrücklich den Unterschied zwischen einem gewässerten und einem trockenen Baum

In diesem Sinne wünsche ich allen frohe Festtage und gesegnete Weihnachten.

Rettungsgasse

Rettungsgasse

Hat sich ein Unfall ereignet, ist es wichtig, dass die Rettungskräfte so rasch wie möglich an der Unfallstelle eintreffen um Hilfe zu leisten und die Folgen des Unfalles zu verringern.

Auf Autobahnen ist die Zufahrt zu einer Unfallstelle durch den sofort entstehenden Stau häufig blockiert. Das Strassenverkehrsgesetz definiert grundsätzlich, dass den „Feuerwehr-, Sanitäts-, Polizei- und Zollfahrzeugen … beim Wahrnehmen der besonderen Warnsignale die Strasse sofort freizugeben [ist]. Fahrzeuge sind nötigenfalls anzuhalten.“ (Art. 27 Abs. 2 SVG).
Wie dies auf Autobahnen im Stau zu erfolgen hat, ist dort, wie auch in der ihr zugehörigen Verkehrsregelnverordnung (VRV) nicht weiter definiert. Da die Art und Weise, wie Platz freizumachen ist, dem Lenker überlassen ist, gibt es (leider!) auch keinen Busse bei Verzicht auf Bildung einer Rettungsgasse.

Jedoch empfiehlt das Bundesamt für Strassen, die Astra, analog der Praxis im Ausland die Bildung einer Rettungsgasse in der Mitte zwischen zwei Fahrstreifen, bei drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen soll sie zwischen dem linken äusseren und dem zweiten Fahrstreifen von links gebildet werden.


Auch wenn das Befahren des Pannenstreifens in der Regel verboten ist (Art. 36 Abs. 3 VRV), darf zur Rettungsgassenbildung notfalls auf den Pannenstreifen ausgewichen werden.

Es ist zudem sehr wichtig, dass die Rettungsgasse bereits beim Entstehen eines Staus gebildet wird. Beim Herannahen der Rettungsfahrzuge ist es häufig schon zu spät und der Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zu gering.

Es ist ganz einfach. Helfen auch Sie mit, dass die Rettungskräfte schnellstmöglich Hilfe leisten können. Im Falle eines Unfalls zählt jede Minute! Es kann ein Menschenleben davon abhängen, ob die Verkehrsteilnehmer Platz machen oder nicht.

Übrigens: Wenn ein Fahrzeug des Autobahwerkhofes oder ein Abschlepplastwagen durch die Rettungsgasse fährt, geht es zwar meist nicht (mehr) um Leben und Tod aber um IHRE ZEIT! Je schneller die Unfallstelle geräumt ist, desto schneller können Sie weiterfahren.

Wäre doch schade, wenn sich die Feuerwehr so ausrüsten müsste…..

Wer kümmert sich um die Wespen?

Wer kümmert sich um die Wespen?

In den lauen Spätsommerabenden sind Wespen eine lästige Nebenerscheinung am gemütlichen Balkon oder Sitzplatztisch. Dafür verantwortlich sind fast ausschliesslich die Deutsche und die Gemeine Wespe. Diese beiden Arten bilden die grössten Völker und sind die einzigen, die Menschen gegenüber zudringlich werden und sich auch über menschliche Nahrung hermachen. Speziell jetzt, im Spätsommer, wo die Königinnen sterben, sich die Nester auflösen und die noch lebenden Arbeiterinnen individuell auf Nahrungssuche durch die Gegend streunen.

Wenn das passiert, ruft man am besten die Feuerwehr zu Hilfe. Sie kommt, wenn Wespen, Bienen und Hornissen von Häusern entfernt werden sollen.

Dumm nur, dass immer mehr freiwillige Feuerwehren diesen Dienst aufgeben.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat eine obligatorische Fachausbildung für Personen eingeführt, die im Auftrag von Dritten Insekten bekämpfen. Dazu gehören auch Feuerwehrleute. Seit 2015 ist es nun Pflicht, dass die ausgebildete Person bei jedem Einsatz dabei sein muss. Für freiwillige Feuerwehren entsteht genau hier das Problem.

Bei der Feuerwehr Region Hindelbank haben wir uns unter anderem aus finanziellen Gedanken dazu entschlossen, diese freiwillige Dienstleistung (keine Kernaufgabe der Feuerwehr!) nicht mehr anzubieten. Der Kurs kostet bis zu Fr. 2500.– pro Person. Damit im Ereignisfall die Auflagen des BAG erfüllt werden können, müssten bis zu 5 AdF (Angehörige der Feuerwehr) entsprechend ausgebildet werden. Diese Kosten stehen in keinem Verhältnis zum erwarteten Erfolg.

Wir überlassen die Insektenbekämpfung bzw. wenn immer möglich die Dislozierung von Insekten professionellen Institutionen, welche sowohl in Bezug auf Ausbildung und Erfahrung wie auch im Bereich Ausrüstung über die nötigen Kompetenzen verfügen.

Im angefügten Dokument können Sie noch weitere Informationen zum Thema erfahren.

Merkblatt Insektenbekämpfung

Ich hoffe auf Ihr Verständnis und lade Sie ein, mehr über die ach so gefährliche Wespe zu erfahren (bitte entschuldigen Sie die Ironie).

Für Auskünfte stehen wir aber selbstverständlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Ihre Feuerwehr Region Hindelbank