Am Montag, 31.07.2017 so schön gegen Feierabend klingelte bei den Angehörigen des Ersteinsatzes der FW Region Hindelbank das Telefon und vermeldete, dass in Mötschwil, im Bereich Stutzacher zwischen Mötschwil und Rüti b. Lyssach ein Stoppelfeld durch Feuerwerkskörper in Brand geraten ist.

Vor Ort konnten wir feststellen, dass, ein Bereich eines Lebhages durch einen verirrten Feuerwerkskörper in Brand geraten ist. Offenbar sind beim Ernten des Getreides ein wenig Vegetationsrückstände zurückgeblieben und waren, hervorgerufen durch die grosse Trockenheit, eine leichte Beute für die durch die Pyrotechnika entwickelte Hitze. Dies ist aber auch kein Wunder, entwickelt sich doch beim Abbrennen von Feuerwerk eine Temperatur von bis zu 2’000°C (in Worten zweitausend Grad Celsius!).

Wieso der Knallkörper der Rakete nicht im eigentlich für ihn vorgesehenen Raum, nämlich in sicherer Höhe über den Köpfen detonierte, muss glücklicherweise nicht durch die Feuerwehr eruiert werden. Wir haben uns nur um die Auswirkungen zu kümmern……

Bei einem Brand eines Stoppelfeldes herrscht die Problematik vor, dass ein solches Feuer sehr rasch Nahrung durch zurückgebliebene Vegetationsrückstände findet. Ebenso sind Sauerstoff und Energie (Hitze) zur genüge vorhanden. Einer Ausbreitung steht also eigentlich nichts mehr im Wege……

Glücklicherweise befand sich ein Landwirt mit einer Egge in unmittelbarer Nähe und tat das einzig richtige:
Er machte in einem weiten Bogen eine Fuhre in das Feld und nahm dem Feuer somit die Nahrung. Denn Erde alleine brennt nicht so einfach weiter.

So blieb es der Feuerwehr erspart, einen grösseren Brand zu löschen und wir konnten uns auf das kühlen und Ablöschen von letzten Brandherden konzentrieren.

Verdankenswerter Weise kam uns ein weiterer Landwirt zu Hilfe und unterstützte unsere Löscharbeiten im Lebhag mit einem Druckfass. Dieses war aber glücklicherweise nicht mit Gülle sondern mit Wasser gefüllt! 🙂

Als angenehmer Nebeneffekt, konnten wir den Veranstalter der 1. August-Feier auch noch gleich unterstützen, da wir den Bereich des 1. Augustfeuers und dem Abbrandort für Feuerwerk (ja den hätte es gegeben!!!!!) auch gleich mit geeigneten landwirtschaftlichen Geräten gegen eine Brandentwicklung schützen konnten.

Nachstehend zwei interessante Links zum Thema Feuerwerk:

http://www.bfu.ch/de/ratgeber/ratgeber-unfallverhütung/im-und-ums-haus/feuer-und-hitze/feuerwerk/ratgeber-feuerwerk
https://www.fr.ch/pol/files/pdf77/pyrotechnie_manipulation_feux_artifices_et_dangers_D.pdf

Die Situation vor Ort präsentierte sich am Tag nach dem Ereignis so:

Dies sollte nicht der letzte Brand in den 1. August Feiertagen sein. Doch dazu mehr in den nächsten Berichten…..